Pressemitteilung zu den rassistischen Vorfällen im Rahmen von IMPLANTIEREN 2020

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Im Rahmen des Festivals IMPLANTIEREN 2020, das von ID_Frankfurt e.V. veranstaltet wird, gab es während Proben zu einer künstlerischen Arbeit im öffentlichen Raum rassistische Angriffe auf Beteiligte der Produktion. 

Daraufhin entschlossen sich die Künstler*innen in Rücksprache mit dem Festivalteam zunächst die Premiere an einem anderen Ort zu zeigen und schließlich die folgenden Vorstellungen abzusagen und stattdessen eine Erklärung zu veröffentlichen. 

ID_Frankfurt e.V. solidarisiert sich ausdrücklich mit diesem Schritt und mit den Betroffenen des rassistischen Angriffs. Wir sind tief bewegt von dem Geschehenen. Das IMPLANTIEREN-Festival steht für die Ermöglichung gemeinsamer und geteilter Räume. Die Angriffe haben uns deutlich daran erinnert, dass der öffentliche Raum in der gegenwärtigen Realität leider kein geteilter solidarischer Ort ist, sondern dass sich Schwarze Menschen und People of Color nicht sicher in ihm bewegen können. 

Die Anerkennung dieser tiefgreifenden Problematik muss eine umfassende Reflexion der Idee von IMPLANTIEREN zur Folge haben, um rassistische Gefahren und Strukturen besser erkennen und bekämpfen zu können — gerade angesichts unseres Anspruches, Performances und Theater im öffentlichen Raum für alle zu ermöglichen.

Der Vorstand von ID_Frankfurt e.V.

Jacob Bussmann, Frédéric De Carlo, Hannah Dewor, Gregor Glogowski, Sofie Luckhardt, Fabrice Mazliah, Mareike Uhl, Amelia Uzategui

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