ROUGH CUTS Festival – Egg Charade by Aoife McAtamney and Nina Vallon

IMG_0164

Welcome to the world of Peggy & Peggy. Guessing games, intriguing situations and a healthy dose of irony are served up in this road movie-inspired performance. Egg Charade confronts some of the difficulties and pressures young women can face when deciding whether to have a baby. Intimate and revealing, this duet combines lightness and intense physical effort with a wry sense of humour.

Contains nudity (and bowling).

“Original and impactful” Irish Theatre Magazine on Softer Swells & Empty Echo

Concept|choreography|performance_Aoife McAtamney and Nina Vallon

Technical direction|Light|sound design_Niels Lanz

Producer_Richard Wakely

Documentation_Anatoli Nat Skatchkov, Ragunath V and Luis Diaz

Dramaturgical advisor_Mareike Uhl

Production assistants_Orla Shine and Judith Köneke

Flyer and poster design_ Anatoli Nat Skatchkov and Nina Vallon

Short films by_Terry O’Leary, Anatoli Nat Skatchkov and Niels Lanz

Website design_Nina Vallon

Teaser_ Aoife McAtamney and Nina Vallon

REHEARSED AT / ERARBEITET IM  Z

ALTANA Kulturstiftung – Train the Trainer workshop

AKS_TtT_mhf8095 AKS_TtT_mhf8491

WORKSHOP IM Z

ALTANA Kulturstiftung gGmbH

2. bis 6. Oktober 2012 Train-the-Trainer

1.   Projekttitel: Train-the-Trainer

2.   Namen der Beteiligten: Die ALTANA Kulturstiftung veranstaltete einen einwöchigen Weiterbildungsworkshop. Die Workshopleitung hatten Jan Hendrickse, Stephen Langridge, Fiona MacBeth und Stephen Plaice inne, die im Bereich Education tätig sind.

3.   Kurzbeschreibung: Thema der einwöchigen Veranstaltung war die interdisziplinäre Zusammenarbeit bei kulturellen Bildungsprojekten in Schulen. Der Workshop richtete sich an Künstler und Kunstpädagogen aus den Bereichen Bildende Kunst, Literatur und Schauspiel, Tanz und Musik. Neben Vorträgen zum Thema und gemeinsamen Diskussionsrunden, wurden verschiedene Techniken vermittelt und in Zusammenarbeit mit Schülern der Bettinaschule Frankfurt erprobt.

24. Januar 2013 KulturTagJahr – Interdisziplinärer Tag „Kunst und Literatur“

1.Projekttitel: KulturTagJahr – Interdisziplinärer Tag „Kunst und Literatur“

2.   Namen der Beteiligten: Der von der ALTANA Kulturstiftung veranstaltete KulturTag im

Rahmen eines einjährigen Kulturprojektes an der IGS Nordend in Frankfurt wurde vom Autor Matthias Göritz, der Bühnenbildnerin Petra Straß, den Schauspielern des SchauspielFrankfurt Michael Benthin und Christian Bo Salle, der Schauspielerin Franziska Geyer sowie den Bildenden Künstlern Dana Zeisberger, Pili Madariaga, Thomas Kohl und Saskia Niehaus geleitet.

3. Kurzbeschreibung: Das Format für Kulturelle Bildung KulturTagJahr ist eine künstlerische Entdeckungsreise von Schülern in die Natur. Im Laufe des KulturTagJahres kommen professionelle zeitgenössische Künstler – Bildende Künstler, Musiker, Tänzer, Schriftsteller und Schauspieler – einmal in der Woche in die Schule, um mit einem gesamten Jahrgang von Schülern musikalisch, gestalterisch, tänzerisch und literarisch zu arbeiten. Am Interdisziplinären Tag „Kunst und Literatur“ haben Literaten, Schauspieler und Bildende Künstler gemeinsam mit 100 Schülern der IGS Nordend in Frankfurt künstlerisch mit verschiedenen Techniken und Materialen die Themen „Hell und Dunkel“, „Drinnen und Draußen“ bearbeitet.

Das interdisziplinäre Format für kulturelle Bildung KulturTagJahr konzipiert ermöglicht die ALTANA Kulturstiftung gemeinsam mit der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, dem Hessischen Kultusministerium, der Internationalen Ensemble Modern Akademie, der Forsythe Company, dem Schauspiel Frankfurt, der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und dem English Theatre (nur Bettinaschule) im Schuljahr 2012/13 an den folgenden Schulen in Frankfurt IGS Nordend, Bettinaschule, Charles-Hallgarten-Schule sowie in Bad Homburg an der Hölderlin-Schule und der Grundschule in Reifenberg.

Meine drei Großmütter – Lecture von & mit Meret Kiderlen & Andreas Mihan

REHEARSED AT / ÜBERARBEITET IM  Z

Meine drei Großmütter – Lecture

Archiv der flüchtigen Dinge #4

von & mit Meret Kiderlen & Andreas Mihan

Bild Nr.1
Bild Nr.2
Flyerbild

Was haben meine Großmütter gemacht, als sie so alt waren wie ich? Die eine drillte eine Gruppe Deutscher Mädels auf Gleichschritt, die Andere lebte als jüdische Emigrantin in Ecuador und die Dritte wurde die Rote Ilse genannt – oder etwa nicht? Und bin ich deswegen so, wie ich bin?

Meret Kiderlen steht vor der Kamera und erzählt die Lebensgeschichten ihrer Großmütter, die sie mit ihrer eigenen verknüpft. Sie erinnert sich an Erinnerungen, an eigene, an fremde und an erfundene. Die eingespielten brüchigen Tonspuren der an Demenz erkrankten Großmutter laufen dabei genauso ins Leere wie Versuche der Performerin die Familienerinnerungen zu dokumentieren. Es endet im Chaos. Oder in entropischer Harmonie?

Die Lecture Performance untersucht mit hintersinnigem Witz das Verhältnis zwischen den Generationen, die Konstruktion von familiärer und persönlicher Identität und fragt nach Möglichkeiten des theatralen Umgangs mit Demenz.

Meine drei Großmütter – Lecture. Archiv der flüchtigen Dinge #4 entstand aus Meret Kiderlens Master-Inszenierung am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft (#3) und ist wie diese Teil des fortlaufenden kollektiven Projekts Archiv der flüchtigen Dinge.

Die Lecture Performance ist in zwei Teile aufgebaut: Der 1. Teil besteht aus dem Versuch des Vortrags, der 2. Teil aus der performativen Befragung des Publikums.

Wenn es uns in der Lecture Performance um Erinnerungen und deren Brüchigkeit und das damit verbundene (Mit)Leiden geht, dann arbeiten wir auch auf der Inszenierungsebene mit Brüchen und Wiederholungen, die für Irritation, konkretes nicht repräsentatives Mitleid und Sinnesschärfung beim Zuschauer sorgen. Was das heißen soll, werden Sie selbst erfahren!

Siehe Video:  http://archivderfluechtigendinge.net/projekte/3-meine-drei-grosmutter-lecture/

Meine drei Großmütter – Lecture. Archiv der flüchtigen Dinge #4 entstand aus Meret Kiderlens Master-Inszenierung am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft (#3) und ist wie diese Teil des fortlaufenden kollektiven Projekts Archiv der flüchtigen Dinge. Bei der Master-Inszenierung standen vier Theaterkünstler verschiedener Disziplinen auf der Bühne und bearbeiteten mit ihrem jeweiligen Handwerk (Schauspiel, Bühnenbild, Choreographie, Sound) die Erinnerungen von und an Meret Kiderlens Großmütter, um sie sich radikal zu eigen zu machen. Schon in dieser Arbeit ging es um das Erinnern und dessen performatives Potential. Für die Lecture Performance von Andreas Mihan und Meret Kiderlen steht nur Meret Kiderlen selbst auf der Bühne, wobei die Auseinandersetzung mit dem Erinnern, dessen Konstruktion und dessen Verlust stärker auf das Publikum übertragen wird. 

Übergreifendes Projekt: Archiv der flüchtigen Dinge

 Das Archiv der flüchtigen Dinge ist selbst flüchtig, nur um anderorts wieder neuaufgebaut zu werden – in anderen Formen und Farben, Tönen und Klängen. Ziel dieses theatralen Archivs ist es Flüchtiges zu archivieren ohne es festzuhalten. Das bedeutet ständige Bewegung und Weiterentwicklung.

Die einzelnen Teile des fortlaufenden Theaterprojekt entsteht mit einem wechselnden Ensemble, das eng mit dem Institut für Angewandte Theaterwissenschaft Gießen verbunden ist und in unterschiedlichen Konstellationen seit 2009 zusammenarbeitet. Formal spielt das Archiv der flüchtigen Dinge mit den Grenzen zwischen Performance, Schauspiel, Lecture und Installation und sucht für jedes Projekt nach eigenen interdisziplinären Theaterformen. Aus der filmischen Skizze des Archivs der flüchtigen Dinge #1 (Gießen Mai 2011) wurde Skizze #2, eine performative Installation (UT Connewitz September 2011), daraus Meine drei Großmütter. Archiv der flüchtigen Dinge #3, eine Performance (Landungsbrücken Frankfurt Juli 2012), und daraus jetzt die Lecture Performance, Meine drei Großmütter – Lecture. Archiv der flüchtigen Dinge #4 (HU Berlin & historisches museum frankfurt November 2012).

Das Ensemble versteht seine Arbeit als eine Form der Welt gegenüberzutreten und gesellschaftspolitisch zu handeln. Auf der Makroebene glauben wir, dass eine Gesellschaft ideologisch erstarrt, wenn sie sich auf eine Interpretation und Darstellung der Dinge festlegt. Nur mit der Möglichkeit zur Debatte kann eine Gemeinschaft sich neu entwerfen und verendet nicht in despotischer Repression.

Auf unsere Bühnenarbeit übertragen heißt das, nicht bloß darstellen und repräsentieren. Wir bilden einen performativen Rahmen, innerhalb dessen mit den Dokumenten so umgegangen wird, dass die Anwesenden das Phänomen eher erfahren als betrachten und sich selbst positionieren müssen.

Siehe auch: www.archivderfluechtigendinge.net

Beteiligte an der Lecture Performance

Meret Kiderlen (*1983, Frankfurt a. M.) konzipiert, führt Regie und performt für das Archiv der flüchtigen Dinge. Sie studierte zunächst in Valencia, Leipzig, Mendoza und Buenos Aires. Während ihres Masters am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen entstanden die ersten Aufbauten des Archivs der flüchtigen Dinge. Im Sommer 2012 entwickelte sie im Anschluss daran bei Prof. Heiner Goebbels ihre Abschlussinszenierung Meine drei Großmütter. Archiv der flüchtigen Dinge #3. Sie hospitierte und assistierte u.a. bei Viviane De Muynck / Schauspielhaus Hamburg, Vivi Tellas / Teatro Sarmiento Buenos Aires, Bettina Wind und Alexandra Ferreira / Mounsonturm Frankfurt und derzeit bei Clemens Bechtel / Bürgerbühne (Staatsschauspiels Dresden). 2012 performte sie bei Claudia Bosse in Burning Beast / Frankfurter Kunstverein. Seit 2006 zeigt Meret Kiderlen eigene Theater- und Performanceprojekte – an Bühnen (LOFFT Leipzig, Waggonhalle Marburg, Landungsbrücken Frankfurt u.a.) und außerhalb des Theaters (Staatsbibliothek Berlin, historisches museum frankfurt, aber auch: Fabrikgelände Energieversorgung Offenbach, Leipziger Wohnhaus oder Giessener insolventer Bettenladen). Gemeinsam mit Carolina Defossé und BiNeural-Monokultur entwickelt sie seit 2009 zwischen Argentinien und Deutschland die Virtual Performances, theatrales Labor zu Skype (bisher eingeladen zu: Argentinischen Filmtagen Leipzig 2009, ATT / LOFFT 2009, Katalanischen Künstlerresidenz Nau Côclea, Festival Internacional de Teatro Mercosur 2012). Für 2013 ist sie zu dem Junge Regie Festival El Porvenir nach Buenos Aires eingeladen.

Andreas Mihan arbeitet an der Schnittstelle von Performance, Medienkunst und Programmierung und ist als Regisseur, Videokünstler und Lichtdesigner tätig.

Aktuelle Projekte sind Don Juan am Hessischen Landestheater Marburg (gemeinsam mit René Liebert Lichtdesign), Homburg : Apocalypse an der bühne der TU Dresden (Regie, Premiere 22. Oktober 2011), WOYZECK ÜBERSCHREIBEN am Theaterdiscounter Berlin (Licht, Premiere 23. März 2012) und ORPHEUS am Stadttheater Gießen (Regie, Premiere 29. September 2012). Er studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und lebt und arbeitet in Dresden und im Rhein-Main-Gebiet.

First Life – ein Melodram by Verena Billinger & Sebastian Schulz

REHEARSED AT / ÜBERARBEITET IM  Z

Konzept und Performance: Verena Billinger & Sebastian Schulz * Mitarbeit: Arnita Jaunsubrēna, Iva Sveshtarova * Musik: Markus Mehr * Licht: Katharina Stephan

In First Life – ein Melodram beschäftigen wir uns mit realen und fiktiven Beziehungen, mit Liebe, Schmerzen und Gesellschaft. Obwohl in letzterer recht häufig über Gefühle gesprochen wird, einigt man sich gerne darauf, dass Emotionen zwar wichtig seien, man aber wegen der aktuellen Liaison nicht hysterisch werden solle, dass alles relativ sei. Seltener sagt jemand: „Für mich ist eine glückliche Beziehung das Einzige, das zählt.“ Wir loten den eingeschränkten Verhandlungsspielraum aus und spielen mit der Nähe zum Publikum. Dabei widmen wir uns dem so unrealistischen und naiven wie zugleich legitimen Anspruch der Gefühle auf einen glücklichen Ausgang von Geschichten, die eigentlich, zum Beispiel weil besagte Gefühle sich geändert haben, bereits zu Ende sind.

 

Gefördert durch Kulturamt Frankfurt, Kulturamt Gießen und die HTA. Mit freundlicher Unterstützung des Residenzprogramms PACT Zollverein in Essen. First Life – ein Melodram ist eine Kooperation zwischen Verena Billinger und Sebastian Schulz, Künstlerhaus Mousonturm und Institut für Angewandte Theaterwissenschaft Gießen im Rahmen der Hessischen Theaterakademie.

Presse

Es geht um Liebe und ihre Krisen, um den Beginn und das Ende einer Beziehung. Und mag auch alles erfunden sein, so wirkt der Auftritt der beiden Performer, Tänzer, Choreografen doch sehr persönlich und intim. (…) Das Mitgeteilte färbt den Tanz, den sie im zweiten Teil zeigen. Wenn sie langsam übereinander steigen oder rollen, wenn sie im Einklang hüpfen, meint man zu sehen, wie gut sich diese Körper kennen. Raffiniert bedienen die zwei jungen Performer das Verlangen nach Authentizität. Frankfurter Rundschau 10.01.13

Liebe in der analogen Welt. Nackt wie Adam und Eva treten sie auf, kostümieren sich Kleidungsstück für Kleidungsstück als Mann und Frau und beginnen nebeneinander stehend über die Liebe in unsicheren Zeiten zu reden. In einem geschickt verzahnten, persönlich anmutenden Text, den sie vom Blatt lesen und der die Zuschauer über den tatsächlichen Status ihrer Beziehung im Unklaren lässt, denken sie über den Stellenwert von Beziehungen nach, über Möglichkeiten, diese zu leben, und Gründe, sie zu beenden. Aus der Geschichte wird allmählich ein Tanz, der zunächst immer abstrakter und unpersönlicher wird, bevor er (…) wirkungsvoll ins Melodramatische kippt. First Life – ein Melodram spielt geschickt mit theatralen Formen und Masken, hinter denen jedoch die ernste Suche immer durchscheint: nach etwas, das im ersten, nicht digitalen Leben, wirklich zählt. Theater heute 04/2013 “The future will be confusing”

Die erste Frage, die man den beiden Künstlern für gewöhnlich nach Auftritten stellt, ist die nach der privaten Zusammengehörigkeit. Das ist interessant – und motivierte die beiden Düsseldorfer Absolventen der Gießener Angewandten Theaterwissenschaft zu einer doppelbödigen Performance zwischen Tanz und Lecture. Der Zuschauer denkt Duo- Protagonisten auf der Bühne immer zusammen, aus ihrer Interaktion resultiert also auch eine gefühlte, gedachte, angestrebte, angezweifelte Zusammengehörigkeit der Darsteller in Sachen Emotion, Erotik, Privatheit und Verantwortung. Und Billinger/ Schulz geben dem Affen staubtrockenen Zucker. (…)
Das Vergnügen an dieser auf den ersten Blick nicht eben heiteren Aktion besteht aus der eigenen Bereitschaft, in die akribisch ausgelegten Fallen zu tappen. Selbst als die beiden offenherziger und emotionaler werden, glauben wir ihnen auch die finale „wahre“ Beziehungsgeschichte nicht mehr. Was wir aber sahen und hörten, ist eine tief berührende, melancholische Studie über Liebe, Beziehung und deren Anfälligkeit für Vergänglichkeit. Wenn die beiden dann wieder nackt die dramaturgische Klammer schließen, um einzeln abzugehen, spielt es keine Rolle mehr, ob sie zusammen sind oder waren. Die Möglichkeit einer Liebe ist bei aller Melancholie eine frohe Botschaft.Mannheimer Morgen 23.09.2013

Oder Billinger & Schulz, die in ihrer leisen Performance First Life – ein Melodram mit viel Feinsinn eine Paar-Biografie entwerfen und im gleichen Atemzug demontieren, für ein Publikum, das Spaß an dem Spiel mit Wiederholung und Differenz findet. Deutschlandradio 16.11.2013

Was sie darstellten, war eine alltägliche Liebesgeschichte. Und das war gut so und anrührend. Die Rheinpfalz 23.09.2013

Ein Glücksfall, denn ihre Tanzperformance „First life“ nimmt das im Tanz so beliebte Thema Beziehung ironisch aufs Korn. (…) Das Äußere wird zur Metapher der Innerlichkeit, die skurrile Nüchternheit des Umgangs zum Sinnbild für die unerfüllbare Sehnsucht nach Liebe. choices – Kultur. Kino. Köln. 17.05.2013

Das Protokoll wird löchrig, unwirklich und ist vielleicht nur fingiert. Die Anekdoten wiederholen und verändern sich. (…) Die räumliche Distanz zwischen den Körpern wird verringert in einer Choreographie des Übereinanderwälzens, in der sich die beiden Performer in einer Schleifenbewegung in Zeitlupe umschlingen und übereinander rollen. Doch obwohl sie sich umschlingen, scheinen sie immer noch merkwürdig separiert. Ihre Gesichter verziehen sich zu maskenhaften Grimassen der Freude (oder Häme?) und des Schmerzes (oder Schreckens?) und es fällt schwer, zwischen Anziehung und Abstoßen der Körper zu unterscheiden. Sie wirken in ihren Bewegungen wie von sich selbst isolierte Figuren eines Computerspiels. (…)
Beginn und Abschluss der Performance finden eine klare Setzung, eine Choreogaphie, die vielleicht das ermöglicht hat, was anfangs unmöglich schien und gescheiterten Beziehungen gesellschaftlich versagt wird: ein Anfang und ein Ende. lauttraum blog

14. Dezember 2012, Work in Progress, „Atelier“ 10 Jahre PACT Zollverein, Essen
08. Januar 2013, Premiere Künstlerhaus Mousonturm, Frankfurt/Main
09. Januar 2013, Künstlerhaus Mousonturm, Frankfurt/Main
08. / 09. März 2013, Wiederaufnahme Künstlerhaus Mousonturm
03. Mai 2013, tanz nrw, Alte Feuerwache Köln
20. / 22. September 2013, Festival Wunder der Prärie: laut geträumt, zeitraumexit Mannheim
15. November 2013, Forum Freies Theater Düsseldorf, Symposium “Public Bodies – Dramaturgien der Entblößung”
17. / 18. Januar 2014, Theater im Pumpenhaus Münster (Doppelabend mit ROMANTIC AFTERNOON *)
05. Juni 2014, German-Polish Unithea Festival „Lovers“, Frankfurt/Oder

Fotos: Florian Krauß

First Life Krauß1 Florian Krauß_First Life1 Florian Krauß_First Life3

Motion Bank – Dance Engaging Science

WORKSHOP IM Z

DANCE ENGAGING SCIENCE WORKSHOP NO.3

The following two goals were proposed preparation for this meeting end of September 2012: 1) develop, clarify and write up the individual research directions; 2) draft a concrete version of the shared policy statement. Text coming soon…

8109998233_ce3cb22f81_b

8110036455_9709b728ba_b 8110091898_93eeff0c5c_b 8110099344_dd3d5b30ac_b 8110102848_9626c1891b_b

All photos by Jessica Schäfer

Entlang der Mainzerlandstraße

ad43e02065

AUSSTELLUNG IM Z
Interdisziplinäres Kunst- und Rechercheprojekt zur Mainzer Landstrasse

**

Die Mainzer Landstraße ist mit 8,3 km Länge die zweitlängste Straße Frankfurts. Sie schneidet in ihrem Verlauf verschiedene soziale Milieus und städtebauliche Funktionsbereiche, sie durchkreuzt, trennt oder vernetzt städtische Teilbereiche, kurz sie verbindet die unterschiedlichsten Orte Frankfurts miteinander. Ein Portrait der Mainzer Landstraße gleicht einem Abbild der Frankfurter Gesellschaft – es entsteht ein Querschnitt durch alle gesellschaftlichen Schichten.Das Projekt „entlang der mainzer“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt. Internationale wie lokale Künstlerinnen und Künstler sind eingeladen, sich im Rahmen ihrer Arbeit mit der Straße und ihrem Umfeld auseinanderzusetzen. Die daraus resultierenden künstlerischen Arbeiten werden in Ausstellungsräumen entlang der Mainzer Landstrasse sowie als Installationen im Strassenraum präsentiert. Das Spektrum reicht hier von bekannten Institutionen wie dem Atelierfrankfurt, über das Foyer beispielsweise der FAZ, privaten Galerieräumen, bis zum anliegenden Waschsalon oder Leerstand.

So werden die Straße und ihre angrenzenden Bereiche zum lebendigen Parcours für künstlerische Ideen, die neue Perspektiven auf das städtische Umfeld aufzeigen. Erweitert werden die künstlerischen Blicke auf den Stadtraum durch literarische und stadtsoziologische, aber auch stadtplanerische Recherchen und Ideen, welche in Form von Podien, Routen und Vorträgen präseniert und diskutiert werden. Kollaboratoren des Projektes sind u.a. das Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie der Goethe Universität Frankfurt, der Fachberich Architektur der Fachhochschule Frankfurt und der Deutsche Werkbund Hessen. Eingebunden werden auch die politisch und gesellschaftlich Handelnden in den jeweiligen Stadtteilen entlang der Straße, etwa Jugendhäuser, Kirchengemeinden oder auch Schulen und nicht zuletzt die dort wohnenden Menschen.

Welche Fragen an ihr Quartier, welche Ideen für ihr sozialräumliches Umfeld haben sie? Auch das soll in den begleitenden Veranstaltungen zur Sprache kommen. Um das Projekt in seiner Gesamtheit erfahrbar zu machen, ist ein begleitendes Führungsprogramm geplant, das die einzelnen Ausstellungsorte verbindet, aber auch geschichtliche Aspekte der Straße beleuchten wird.

Durch die interdisziplinäre Ausrichtung des Projektes wird nicht nur der Stadt als ein komplex funktionierendes Gebilde Rechnung getragen, sondern Nachhaltigkeit im Sinne einer Vernetzung bewirkt. Geplant ist neben den genannten Aktionen während des Projektzeitraums die Herausgabe einer Publikation mit sämtlichen Rechercheergebnissen.

3rd by Morgan Nardi

3rdPhoto_CORINA GERTZ

REHEARSED AT / ERARBEITET IM Z

photo by Corina Gertz

PREMIERE 22th – 24th NOVEMBER 2012 tanzhaus nrw Düsseldorf

3rd are
Morgan Nardi (Choreography / Direction / Performance), Snežana Golubović(Assistant direction / Dramaturgy), Olith Ratego (Live Music), Tim Lenzing (Licht & Sound), Rupert Franzen (Costume), Giada Scuderi (Dance),Thomas Wodianka(Voice), Corina Gertz (Phiotography), Alexandra Schmidt (PR / Management).

Co-produced by : tanzhaus nrw, Düsseldorf and Dance Forum Nairobi, Kenia. Funded by: Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW; Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf; Fonds Darstellende Künste and Auswärtiges Amt. Supported by: european network studiotrade and the Z Zentrum für Proben und Forschung Frankfurt.

Man? Woman? Straight? Homosexual? Bisexual? Transgender? Hermaphrodite? Third Gender? A Human Being

In his new production Morgan Nardi reflects upon the myth of sexuality, bringing up questions related to the social or biological gender. In collaboration with the performance artist and dramaturg Snežana Golubović and the Kenyan musician Olith Ratego, Morgan Nardi developed a performance, investigating intersexuality also being a creative process. He describes the diversity of identities, still considered a taboo subject, as a search alternating between adaptation and integration to the regime of the two sexes. In his dance performance he moves between the dualities of man and woman, questioning them as facets of being human.
Thereby adaptation is referred to as a controversial process, in the attempt to customise the order. Those affected orientate themselves at the breakpoints and contradictions of the conventional sexuality. Trying to make use of it, at the same time wishing to express the longing for social recognition – only to reshape it afterwards. Although the body is indeed the specific reference point and the projection surface of
these narratives, in the very depth it is a matter of the diversity of lifestyles, desires and identities.

3rd
thanks to Izaskun Abrego Olano, Benedict Axster, Dagmar Bechhaus, Martin Brüggemann, Ins A Kromminga, Dominic Larin, Melanie Jilg, Éric Oberdorff, Norbert Pape, Kris Scholz, Laurent Trincal, Dr. Heinz-Jürgen Voß, Heike Wichert / Reno, Thomas Wodianka.

Process/Out of Joint (2012)

REHEARSED AT / (ÜB)ERARBEITET IM Z

Choreographie und Performance: Tom Engels, Stefanie Knobel, Arnita Jaunsubrena, Kim Willems, Christopher Felix Hahn
What is the title of your work? Is it green? Is it soft? Do we go to the park after the rehearsal? Could you repeat? What is communication?
The artists Arnita Jaunsubrena (LV/DE), Christopher Felix Hahn (DE), Kim Willems (DE), Stefanie Knobel (CH/DE) and Tom Engels (BE) have studied together at the Institut of Applied Theatre Studies in Giessen, Germany.
For their first work together they found situations
of connectedness through a way of questioning. Out of the questioning they
developed games whereby each game relates to the space and the visitors in a specific way of asking questions.

Process wurde initiiert von Stefanie Knobel und Arnita Jaunsubrena.
Mit freundlicher Unterstützung des Aargauer Kuratoriums, der Stadt Aarau und der Hessischen Theaterakademie.

IMG_4114

IMG_4122

IMG_4140

IMG_4149

Project 333 – Wer bis an das Ende beharrt by Nina Vallon

333project_atZ_prototypes_still_untitled
A work by Nina Vallon with Patscharaporn Distakul, Nastia Ivanova and Anaïs Pensé

“Wer bis an das Ende beharrt” continues a research on issues linked to gender, perception and representation while exploring a specific form of language: description. The aesthetics of the work combine very strong physicality and engaged bodies with fine humor and [self-] irony, suggesting rather than imposing in a didactic way. It offers multiple facets of all these themes and invites the viewer into a world where paper queens and white rabbits whisper along Mendelssohn Elias while playing a rather confusing chess game and seem to react to strange laws of gravity and perspective, under the influence of an unpredictable black ball.

“Wer bis an das Ende beharrt” was presented at Z_Zentrum für proben und Forschung (Frankfurt) within the frame of an Open studio for Prototypes still Untitled end of August and at L’Imprimerie, un lieu pour la dance (Geneva) on October 16th. The work was produced by Tanzlabor_21/Tanzbasis_Rhein_Main and supported by Z with a three-week residency. 

Length
35 minutes
***
„Wer bis an das Ende beharrt“
Felix Mendelssohn Bartholdy: Elias
Hans Peter Blochwitz
2’43
***
„Animal“
Mocky
2’57
***
www.tanzlabor21.de
www.zzentrum.org
www.envyandp.com

©Envy&P. 2012

DSC_0610 DSC_0605 DSC_0604 DSC_0598 DSC_0589 DSC_0583 DSC_0578 DSC_0572 DSC_0571 DSC_0570 DSC_0568 DSC_0610

Photo by Kristina Veit

Hot Button blinkt! by Susanne Zaun and Malte Scholz

REHEARSED AT / (ÜB)ERARBEITET IM Z

Arbeitstitel: Hot Button blinkt!
Beteiligte: Susanne Zaun und Malte Scholz

Push Button
Kurzbeschreibung:
Hot Button blinkt! ist ein Late-Night-Format, ein rastloser Monolog für einen einsamen Performer, der, um sein Publikum zu unterhalten, nichts anderes zur Verfügung hat als die entlehnten Worte einer leeren Rede und das dramaturgische Gerüst einer Sendung, die nicht mehr existiert.

Grundlage der Performance ist eine sogenannte „Call-in-Show“, ein nächtliches Gewinnspielformat, das vom Ablauf und Text im Sinne des Reenactments rekonstruiert wird. Dem ursprünglichen Fernsehformat ist allerdings das originär Improvisative genommen, dadurch dass der Text klar gesetzt und formal bearbeitet ist. Diese klare Setzung wird auf der Ebene der Zeit und des Timings immer wieder unterwandert: Das Tempo des Performers wird gesteuert durch äußere Signale wie eingehende Anrufe, Musik oder Regieanweisungen, die der Performer für den Zuschauer unhörbar über einen Knopf im Ohr eingeflüstert bekommt.

Wie macht sich der Performer diesen Fremdtext zu Eigen – oder umgekehrt?
Wie viel „Aura“ bringt der Fremdtext mit sich, also wie viel scheint von dem eigentlichen Träger der Sprache noch durch?
Und:

Wie können wir aus scheinbar Nichts, einem Abfallprodukt, dem Echo eines verschollenen Produkts, das ganz klar an eine temporäre Situation geknüpft war, etwas Neues schöpfen?

Die Zeit im Z wurde von uns für eine erste Recherche-Skizze zum oben aufgeführten Projekt genutzt.